St. Matthias in Hohenbudberg liegt am Jacobsweg. Foto: max
Krefeld. Was können wir gegen die Stadtflucht in Krefeld tun? Wie bekämpfen wir Leerstand und Verödung? Was macht eine Stadt lebenswert? Diese Fragen stellen sich die Krefelder „Grünen“ und ihre Gäste im Rahmen der Stadtspaziergänge immer wieder aufs Neue. Die „ Lehrgänge", Exkursionen und Präsentationen machen deutlich, welche Faktoren für die Aufenthalts- und Lebensqualität einer Stadt von Bedeutung sind. In den letzten sieben Jahren zeigten sie Beispiele gelungener Planungspolitik auch in anderen Kommunen und machten auf jede Menge Handlungsbedarf in Krefeld aufmerksam. Das aktuelle Programm soll wieder Anregungen geben, Diskussionen anstoßen und kritische Fragen stellen. Der erste Spaziergang am 13. März beschäftigt sich mit der ehemaligen Werkkunstschule auf der Peterstraße. Nach einer Besichtigung des leer stehenden Gebäudes wird das außergewöhnliche Konzept WerkKunstStudios vorgestellt, das die Wiederbelebung der alten Fachhochschule als Kultur- und Kreativort vorsieht. Am 25. April wird der Jakobsweg auf Krefelder Stadtgebiet erkundet. Beginnend bei der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche St. Matthias in Hohenbudberg, fahren die Teilnehmer die wesentlichen Luftverschmutzer entlang des Rheins bis Lank-Latum an. Zum Abschluss gibt es im Bootshaus Krekels eine Erfrischung und eine Diskussion über Strategien zur Luftreinhaltung. Für den 29. Mai hält die Fraktion eine besondere Überraschung bereit: Sechs junge Tänzer zwischen neun und zwölf Jahren entführen die Teilnehmer von der Blumenstraße in die Innen- und Hinterhöfe des Quartiers. Unter der Leitung von Andreas Simon entführen die „Litho Tigers" mit ihren Tanzperformances in andere Wirklichkeiten. Am 26. Juni wird ein Blick über den Tellerrand riskiert. Mit dem Zug geht es in die Nachbarstadt Duisburg, wo Dr. Ralf Oehmke, der Geschäftsführer der „Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft“, den inzwischen legendären Masterplan des Architekten und Städteplaners Norman Foster erläutert. Danach werden einige bereits realisierte bauliche Maßnahmen sowie die Standorte der noch geplanten Projekte im Stadtzentrum in Augenschein genommen. Der 10. Juli steht im Zeichen bemerkenswerter Initiativen im Krefelder Stadtzentrum. Nach dem Besuch der „Design-Apotheke" und der ehemaligen Grundschule auf der Hubertusstraße trifft sich die Gruppe mit den „Stadtgartenfreunden", die ihre Pläne zur Revitalisierung des Stadtgartens vorstellen, bevor man den Nachmittag im „Non Olet" ausklingen lässt. Am 4. September führt die Leiterin des NS-Dokumentationszentrums, Dr. Ingrid Schupetta, zu den in der Innenstadt verlegten Stolpersteinen und bringt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Lebensgeschichten der benannten Opfer näher. Der letzte Stadtspaziergang am 30. Oktober stellt das Projekt Bürgerkraftwerk auf dem Rathausdach vor. Vor Ort und mit einem aufschlussreichen Film wird gezeigt, wie das Kraftwerk funktioniert und welchen Beitrag es für den Klimaschutz leistet. Eine rechtzeitige Anmeldung ist unbedingt erforderlich: unter Tel. 862035 oder gruene-fraktion@krefeld.de
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