Ursula Birker-Eckert hat in Krefeld den Zonta-Wettbewerb für Schülerinnen auf den Weg gebracht. Foto: Se
Krefeld (Se). Allmählich füllt sich der Schreibtisch von Ursula Birker-Eckert mit Bewerbungen zum Young Women in Public Affairs Award 2010. Diesen Preis für außerordentliches soziales Engagement von Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren innerhalb und außerhalb der Schule hat sie während ihrer Präsidentschaft im Zonta Club Krefeld 1998 bis 2000 auf lokaler Ebene ins Leben gerufen. Soziales Engagement ist eine klassische Domäne für die Vereinigten Staaten und Australien. In diesen Ländern ist die Ausschreibung üblich. „Wenn wir als ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen in verantwortlichen Positionen uns besonders für die Verbesserung der Stellung der Frau einsetzen, müssen wir auch vergleichbare Maßstäbe in den Klubs der unterschiedlichen Nationen und Kulturen anstreben.“ Mit solchen Argumenten und gegen anfänglichen Widerstand setzte Birker-Eckert den Wettbewerb für Schülerinnen in Krefeld durch. Das hat inzwischen auch in anderen Clubs Schule gemacht. Und wie man Schule macht, das weiß die pensionierte Rektorin aus ihrem Berufsleben. Auch hier liegt ihr Anliegen: „Wir müssen Nachwuchs fördern, für uns gewinnen und für soziale Aufgaben langfristig motivieren.“ Zum neunten Mal trifft eine Jury unter der Regie von Ursula Birker-Eckert nach Punkten ihre Entscheidung über die eingereichten Unterlagen. „Es gibt ganz tolle Mädchen“, sagt Birker-Eckert. „Und ich brenne darauf, sie wieder persönlich kennen zu lernen!“ In Krefelder Schulen ist der Preis inzwischen etabliert. „Zu Beginn hat nur die Marienschule mit sozial engagierten Mädchen aufwarten können, aber das hat sich gewandelt“, sagt sie. Urkunden und Sachpreise bekommen alle Teilnehmerinnen, die Beste einen Geldpreis von 300 Euro dazu und eine Trophäe, die bis zur nächsten Preisvergabe in ihrer Schule aufgestellt wird. Die Gewinnerin kann dann auf Distrikt-Ebene von Zonta International und danach auf internationaler Ebene noch höher dotierte Preise erwerben. Gewonnen haben aber alle Teilnehmerinnen, denn mit dem Nachweis gibt es Pluspunkte bei Bewerbungen zum Studium und in der Berufswelt. Bis 12. Februar müssen die Unterlagen eingereicht sein. Die Fragen sind international standardisiert und befassen sich mit der Teilnehmerin und der Stellung der Frau in der Gesellschaft national und international.
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