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"Wir werden die Fans begeistern"
Pinguine-Kapitän Herberts Vasiljevs im Interview. (Foto:Pinguine)
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Eishockey. Mit einem Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers starten die Krefeld Pinguine am Freitag um 19.30 Uhr in die DEL-Saison. Das erste Heimspiel im KönigPalast ist am Sonntag, 5. September, um 18.30 gegen Vizemeister Augsburger Panther. Bereits am Sonntag, 12. September, steigt um 18.30 Uhr das erste Derby gegen die DEG. Pinguine-Kapitän Herberts Vasiljevs spricht im StadtSpiegel-Interview über die sportliche Situation, neue Marketing-Ideen und seine Verbundenheit zur Eishockeystadt Krefeld.

Herr Vasiljevs, sind die Krefeld Pinguine gut für die Saison gerüstet?

Im sportlichen Bereich verläuft alles nach Plan. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und haben alle unsere Testspiele gewonnen. Der Trainer ist zufrieden und die Stimmung im Team ist gut. Wir sind bereit für den Saisonstart.

Wie lautet das Saisonziel?

Natürlich will jedes Team in die Playoffs. Mir ist es aber auch wichtig, dass wir uns als Mannschaft gut entwickeln und jede Woche unsere Leistung bringen. Ich denke, dass wir dann am Ende besser da stehen, als vergangene Saison.
Wie machen sich die neuen Spieler?

Um dies zu richtig beurteilen, ist es noch zu früh. Wir haben einige vielversprechende Spieler aus der 2. Liga dazu bekommen, wie Justin Kelly und Marvin Tepper, die nun zeigen müssen, dass sie auch in der DEL Tore schießen können. Aber da bin ich zuversichtlich. Pascal Trepanier wird die Abwehr sehr gut verstärken. Die DNL-Spieler müssen natürlich noch zulegen, aber auch sie werden ihre Chancen bekommen.

Was muss passieren, um wieder mehr Zuschauer in den KönigPalast zu locken?

Ich denke, es muss alles etwas familienfreundlicher werden. Es sollte für bestimmte Spiele Sonderangebote geben, damit mehr Familien mit Kindern in die Halle kommen. Ich denke, der neue Geschäftsführer Robert Haake wird versuchen, solche Ideen umzusetzen.

Was haben Sie für einen Eindruck von ihm?

Ich glaube, dass seine Verpflichtung ein positiver Schritt für die Pinguine ist. Er kommt sehr freundlich rüber und hat keine Berührungsängste. Natürlich muss er erstmal das gesamte Umfeld kennen lernen und sich einarbeiten. Der erste Eindruck ist gut.  Beurteilen kann man seine Arbeit natürlich erst am Ende der Saison, wenn wir hoffentlich nicht im Minus stehen.

Das Image der Pinguine hat in den letzen Wochen arg gelitten. Inwieweit haben Sie sich von den Querelen beeinflussen lassen?
 
Das war alles nicht so schön. Es wurde aber auch viel geschrieben, was einfach nicht stimmte. Natürlich haben wir Probleme mit den Finanzen, aber nachdem alles geregelt war, gab es immer noch negative Berichte. Das hat mich als Kapitän schon geärgert und tat weh. Krefeld ist eine Eishockeystadt und Krefeld muss Eishockey haben. Dafür tun wir Spieler und die Verantwortlichen alles. Wir brauchen eine positive Stimmung und  hoffen auf die Unterstützung der Fans. Wir sind jetzt finanziell gesichert und die sportliche Vorbereitung war gut. Nun sollte Ruhe einkehren, damit sich alle voll aufs Eishockey konzentrieren können. Jetzt ist es ander Zeit Leistungen sprechen lassen. Wir werden die  Fans begeistern und gutes Eishockey spielen, denn wir brauchen die Zuschauer und die Stadt braucht uns.

Ist die Saison denn hundertprozentig gesichert?
Sportlich auf jeden Fall. Wir haben genügend Spieler und ein gutes Trainerteam. Die Mannschaft ist bereit zu kämpfen. Auch wenn kein Geld mehr für neue Spieler da ist, wäre  das nicht schlimm. Wir haben eine super Truppe und sind bereit Großes zu leisten. Ich kann nur sagen: alle wollen!

Sie haben ihren Vertrag nach längerem Zögern doch verlängert. War es die richtige Entscheidung?

Es war eine gute Entscheidung. Ich hatte andere Angebote und habe deshalb etwas gezögert, weil ich sicher gehen musste, dass es in Krefeld weiter geht. Ich bin seit fünf Jahren hier und ich weiß, was mir an Krefeld liegt. Meine erste Option waren immer die Pinguine auch wenn ich bei anderen Vereinen, zum Beispiel in Riga, viel mehr Geld bekommen hätte. Ich glaube, dass sich hier etwas  bewegt und entwickeln kann. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen. Nach der verkorksten vergangenen Saison mit vielen Verletzten, dem Zirkus hinter den Kulissen und dem Verpassen der Playoffs, soll es nun wieder in die richtige Richtung gehen.

Interview: Markus Hoffmann

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