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Voith-Areal wird Gewerbepark K2

Voith-Areal wird Gewerbepark K2
Das ehemalige Voith-Paper-Gelände steht nach der Schließung des Krefelder Werks zum größten Teil leer. Rund um das zehnstöckige Hochhaus soll nun bald neues Leben einziehen. FOTO: Kleinewefers Beteiligungsgesellschaft
Krefeld. Die Kleinewerfers Beteiligungsgesellschaft will das ehemalige Voith Paper-Gelände nahe der Mevissenstraße unter dem Namen K2 zum Büro- und Industriepark machen. Der Name Voith soll aus dem Krefelder Straßenbild verschwinden. Von Jan Popp-Sewing

Anfang des Jahres sah es trist aus an der Voithstraße: Mit der Schließung des Standorts fielen 220 Arbeitsplätze weg, und Krefeld bekam eine neue, 81.500 Quadratmeter große Industriebrache.

Der Weggang von Voith könnte nun ungeahnte Chancen bieten: Die Kleinewefers Beteiligungsgesellschaft (Verseidag, Jagenberg AG) hat das Gelände mitsamt Hallen, Hochhaus und allem Mobiliar für einen zweistelligen Millionenbetrag von Voith gekauft. Ein mutiger Schritt und für Geschäftsführer Jan Kleinewefers ein klares Bekenntnis zu Krefeld. Kleinewefers will hier nun Firmen ansiedeln.

Erster Mieter ist das ehemalige Voith-Ausbildungszentrum. Dessen Leiter Heinz-Friedrich Kammen führt den Betrieb ab Oktober als Leiter der neuen Firma MEK GmbH weiter und sorgt so für die Ausbildung von rund 150 Azubis. Auch das Krefelder Siemens-Werk will Hallenflächen mieten.

Kleinewefers-Mit-Geschäftsführer Dr. Erich Bröker sieht beste Chancen, die insgesamt 28.000 Quadratmeter Hallenflächen in 19 unterschiedlich großen Hallen zu vermieten. Die Hallen seien in "Top-Zustand" und alle mit Kränen ausgestattet: "Was die Hallen bis tief ins Ruhrgebiet hinein außergewöhnlich macht, sind die Brückenkräne, die auf Schwerlasten bis zu 2 × 60 Tonnen ausgelegt sind", so Bröker. Hinzu kommt die gute Anbindungen ans Schienennetz, an die Autobahn und den nahen Rheinhafen.

Außerdem warten 9500 Quadratmeter voll möblierte Büroflächen auf Mieter: Anpassbar von 35 bis 2500 Quadratmeter. Auf dem Gelände befinden sich 600 Parkplätze und - großer Pluspunkt - eine Kantine, die bald auch für den öffentlichen Betrieb öffnen soll.

"Vor genau 125 Jahren", so Jan Kleinewefers, "haben mein Großvater und sein Bruder diesen Industriestandort ,auf der grünen Wiese‘ entwickelt. Jetzt beginnen wir hier eine neue Ära – als Standort für andere Unternehmen, die sich in unseren Büros und Industriehallen ansiedeln." Die Hallen- und Büroflächen kommen jetzt unter dem neuen Namen K2 und der ergänzenden Bezeichnung "Tower + Industriepark" auf den Markt.

Insgesamt könnten auf dem Areal rund 400 Arbeitsplätze neu entstehen. Dr. Bröker rechnet damit, dass man bereits in etwa zwei Jahren schwarze Zahlen schreiben werde.

Die bisherige Adresse "Voithstraße" würden die Investoren lieber heute als morgen verschwinden sehen: Sie haben bei der Stadt um die Rückbenennung in Kleinewefersstraße gebeten. So hieß die Straße früher jahrzehntelang. Die von der Rückbenennung betroffenen Firmen hätten nichts dagegen.

http://k2-krefeld.de

(StadtSpiegel)