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Krefelder Bundestagsabgeordnete zu den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof
Ulle Schauws: "Frauen und Mädchen müssen sich frei von Angst bewegen können"

Krefelder Bundestagsabgeordnete zu den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof: Ulle Schauws: "Frauen und Mädchen müssen sich frei von Angst bewegen können"
FOTO: jps
Krefeld. Die Krefelder Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws fordert nach den Übergriffen auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof eine verbesserte Sensibilisierung beim Thema Gewalt gegen Frauen.

"Die Ereignisse in Köln in der Silvesternacht beleuchten in verstörender Weise die Gewalt gegen Frauen im öffentlichen Raum. Das ist kein neues Phänomen", sagt Ulle Schaues.

Die Ereignisse zeigten aber auch, dass die Polizei damit "spontan nicht umgehen konnte".

Darum sei die Forderung nach einer grundsätzlich verbesserten Sensibilisierung beim Thema Gewalt gegen Frauen jetzt auch richtig.

Ulle Schauws: "Und hierauf sollte neben konsequenter Aufklärung und Strafverfolgung auch bei den Sicherheitsbehörden ein Fokus liegen". Es könne nicht sein, "dass geschlechtsspezifische Gewalt erst dann als solche erkannt wird, wenn sie mit sichtbaren blauen Flecken einhergeht – das kennen wir auch aus der Debatte um Vergewaltigung".

Die Abgeordnete betont: "Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt. Sie findet überall und jederzeit statt".

Insofern könnte die Silvesternacht nach Ansicht der Krefelderin "ein Weckruf sein".

Die Ereignisse in Köln und anderen Städten, in denen Frauen Opfer von sexuellen Übergriffen und Raub wurden, müssten schnellstmöglich aufgeklärt "und die Täter, egal welcher Herkunft, bestraft werden".

Es müsse alles getan werden, damit solche Vorfälle zukünftig verhindert werden. Ulle Schauws: "Frauen und Mädchen müssen sich frei von Angst bewegen können". Hierbei kommt auch den Sicherheitskräften eine wichtige Rolle zu.